„Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“
So formulierte Albert Schweitzer die ethische Maxime, allem Leben mit Achtung zu begegnen. Diese Haltung ist grundlegend für das Lebensdorf.
Wir wollen solchen achtsamen Respekt vor dem, was die Natur hervorbringt, neben allen Lebewesen auch allen weiteren Erscheinungsformen der Natur zukommen lassen, wie zum Beispiel Wasser, Boden, Luft oder Rohstoffen. Daraus ergibt sich, dass wir unsere Mitwelt schonend beleben und im Umgang mit ihr möglichst friedfertig agieren. Wir verpflichten uns dazu, als Individuen und als Gemeinschaft entsprechende Handlungsweisen zu kultivieren. Dies schließt auch unsere Versorgung mit ein, insbesondere mit Lebensmitteln. Ökologische Landwirtschaft ist auf Lebensdorf-Land daher selbstverständlich. Tierhaltung und -nutzung ist in dieser Hinsicht ein besonders sensibler Bereich. Neben der Einhaltung geltender Richtlinien und Bestimmungen anerkannter ökologischer Landbau-Verbände, geht es uns generell um einen kooperativen und fürsorglichen Umgang mit Tieren aller Art. Wir sprechen uns dafür aus, generell das Töten von Lebewesen so weit wie möglich einzuschränken. Insofern unterstützen wir Versorgungsweisen, die mit wenigen oder keinen tierischen Produkten auskommen, ohne jedoch im Bereich der persönlichen Versorgung per se Einschränkungen vorzugeben. Vielmehr möchten wir freiwilliges ressourcenschonendes Verhalten durch unsere gesamte Dorfkonzeption und spezifische Maßnahmen fördern.
Wir wünschen uns Empathie bei jeglicher sozialer Interaktion und im Umgang mit uns selbst. Um dies zu fördern, suchen wir gemeinschaftlich nach Werkzeugen und Wegen, die ein hohes Maß an Respekt und Friedfertigkeit begünstigen.