Hier werden in Zukunft Konzepte veröffentlicht werden zu einzelnen Lebensbereichen wie nachhaltige Bildung, Forschung, Kindererziehung, Schule, Landwirtschaft, Forschung, Soziales Miteinander, Solidarisches Wirtschaften, Freie Spiritualität und etliche mehr.
Diese Texte sind noch in Entwicklung und werden im Laufe der Zeit, sobald sie fertig sind, hier erscheinen.
Generell liegt für alle unsere Lebensbereiche das Konzept einer umfassenden Nachhaltigkeit zu Grunde.
Die folgende Kurzbeschreibung der Nachhaltigkeits-Idee folgt der Beschreibung auf dem Portal der Deutschen UNESCO-Kommission für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).
Als ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ möchten wir an dieser Stelle den Begriff „Nachhaltigkeit“ insbesondere auch unter dem Aspekt Bildung beleuchten.
Nachhaltigkeit hat sich zu einem zukunftsweisenden Leitbild für das 21. Jahrhundert entwickelt. Sowohl allen Menschen die jetzt auf der Erde weilen sowie den zukünftigen Generationen sollen adäquate Chancen auf ein erfülltes Leben eröffnet und bewahrt werden! Wirtschaftlicher Fortschritt soll dabei mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt einhergehen.
Zu diesen drei „klassischen“ Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) setzen wir in der Lebensdorf-Idee weitere Säulen dazu, die wir begrifflich zwar noch nicht definiert haben, die aber in etwa mit Bezeichnungen wie „Gesundheit“, „Kreative Kultur“, „Forschung“, „Empathie“ erfasst werden können. Zudem weiten wir in der Lebensdorf-Idee Nachhaltigkeit zu einem holistischen (ganzheitlichem) Konzept aus, womit wir auch die Bedürfnisse anderer Wesenheiten außer nur die der Menschen mit einbeziehen wollen, soweit dies möglich ist.
Die Welt im Gleichgewicht halten
Seit der ersten Definition von Nachhaltigkeit, die aus der Forstwirtschaft stammt und besagt, dass in einem gewissen Zeitraum nur soviel Holz eingeschlagen werden soll wie im gleichen Zeitraum wieder nachwachsen kann, hat sich der Begriff weiter entwickelt zu einem alle Lebensbereiche umfassenden Konzept, um die Welt im Gleichgewicht zu halten. Auf lange Sicht dürfen wir demnach NICHT auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben! Ein weit- und tiefgehender Wandel unserer Gesellschaft ist daher dringend nötig!
Da Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sich gegenseitig beeinflussen, wird es langfristig keinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt ohne intakte Umwelt geben. Ebenso wenig wird es gelingen, die Umwelt effektiv zu schützen, wenn Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen müssen. Nachhaltigkeit berührt daher alle Bereiche des Alltags und kann global nur durch internationale Zusammenarbeit erreicht werden.
Wir wollen jedoch nicht warten, bis nachhaltige Entwicklung endlich konsequent durch die Politik umgesetzt wird (was eigentlich auf dem Gipfel von Rio de Janeiro 1992 von der internationalen Politik versprochen worden ist), sondern hier und jetzt unseren Teil zu einer umfassenden Kultur der Nachhaltigkeit beitragen!
Bildung hat hohen Stellenwert
Um eine Kultur der Nachhaltigkeit zu schaffen sehen wir einen umfassenden Bewusstseinswandel auf allen Ebenen als unbedingt notwendig! Hierzu hoffen wir mit unserem Projekt Lebensdorf beitragen zu können. Deshalb spielen für uns Forschung und Bildung, als wesentliche Anschub-Faktoren des erwünschten Bewusstseinswandels, eine herausragende Rolle!
Bildung für nachhaltige Entwicklung soll breitenwirksam nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. Sie soll Menschen in die Lage versetzen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Vor allem soll Bildung für nachhaltige Entwicklung auch dazu ermutigen, Verantwortung zu ergreifen und in die Tat umzusetzen, getreu dem Denkansatz: „Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück weit zu verbessern.“
Wir sehen uns in der Pflicht, sowohl Aspekte von Nachhaltigkeit über unsere Bildungsangebote in die Welt zu tragen als auch uns selbst kontinuierlich zu steigender Nachhaltigkeit weiterzubilden. Gemäß dem Gandhi-Prinzip: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“
Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ hat sich auch die Politik auf Ebene der UN verpflichtet, Nachhaltigkeit zu stärken, so dass wir uns freuen, als ein offizielles deutsches Dekadeprojekt für den Zeitraum 2011/2012 ausgewählt worden zu sein!
Wir hoffen dieser Auszeichnung gerecht zu werden und nehmen diese als Ansporn, unsere Bildungsangebote und unsere eigene Weiterbildung im Bereich Nachhaltigkeit weiter auszubauen!
Unsere Beiträge zur Schaffung einer Kultur der Nachhaltigkeit sind vielfältig:
Öffentliche Veranstaltungen in verschiedenen Formaten (z.B. Kurse, Seminare, Workshops, Foren, Camps, Infoabende, Aktionstage, etc.), z.B. mit folgenden Veranstaltungen (bereits durchgeführt oder für 2011/2012 geplant):
Öffentliche Projektabende mit wechselnden Themen
Diashows zu Nachhaltigkeitsprojekten
Permakultur-Einführungskurse
Permakultur-Design-Kurs
Garten-Aktionstage (Permakultur)
Transition Training
Gemeinschaftsbildungs-Workshop
Heilungs-Camp (Gesundheit, Partizipation, Lebenszufriedenheit etc.)
Thementreff "Landung" (Landschaftsgestaltung und Siedlungsplanung)
Kreativ-Werkeltage mit behinderten Menschen (sozial integratives Workcamp)
Jurtenbaukurs
Komplementärwährungs-Workshop
Mitwirken bei von anderen initiierten Nachhaltigkeits-Projekten, z.B. bei Transition Town Freiburg
Unterrichtsgestaltung in der Waldorfschule in Freiburg-Rieselfeld
Nachhaltiger Weihnachtsmarkt in Freiburg
Durchführung von (wissenschaftlichen) Forschungsprojekten, u.a. Betreuung von Diplom- und Bachelorarbeiten
Planung, Verwirklichung und (wissenschaftliche) Evaluierung unserer Dorfgemeinschaft
Wissenstransfer im Austausch mit anderen Organisationen ähnlicher Zielsetzung, z.B. Ökodorf Sieben Linden , Research in Community e.V., Global Ecovillage Network, etc.